Toleranz - Intoleranz
In seinem Bischofsbericht vor der Landessynode sprach Landsbischof Ralf Meister ausführlich über Toleranz - auch auf Grundlage eines Gespräches mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon beim Deutschen Humanistentag Anfang Mai. Über Toleranz und Intoleranz hat er auch vor den Kameras von ekn gesprochen.
Den Bischofsbericht finden Sie in der Box "Landessynode" in der Spalte rechts zum Nachlesen.
Landeskirche schafft Haus für erschöpfte Pastorinnen und Pastoren
Die hannoversche Landeskirche will bis 2014 ein Zentrum einrichten, in dem sich erschöpfte Pastoren neue Kraft schöpfen können. Bei einer Auszeit im Kloster Barsinghausen bei Hannover könnten sich die Theologen von den amtlichen Herausforderungen und Überforderungen erholen, sagte der evangelische Landesbischof Ralf Meister.
Unter dem Arbeitstitel Haus "Respiratio" könnten zeitgleich bis zu acht Pastoren einen Platz finden. Dies sei ein notwendiger Schritt, sagte Meister. "Es ist aber keine Burnout-Prophylaxe." Auch Pastoren anderer Landeskirchen könnten diese Auszeit nutzen. Ein gemeinsamer beruflicher Hintergrund wirke für die Betroffenen in Gesprächen oft entlastend.
Ausführlicher BerichtLandesbischof von Solidarität in Hochwassergebieten beeindruckt
Bei einem Besuch in den niedersächsischen Hochwassergebieten an der Elbe hat Landesbischof Ralf Meister am Montag den vielen Helfern gedankt. "Es ist ein großes Zeichen der Solidarität, dass die Menschen hier eingebracht haben, was sie konnten", sagte der evangelische Bischof in Lübbow. In dem Ort bei Lüchow besichtigte Meister die Einsatzküche im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr, die in den vergangenen beiden Wochen die Fluthelfer im Landkreis Lüchow-Dannenberg versorgt hat.
Bis zu 12.500 Mahlzeiten am Tag seien in der Feldküche zubereitet worden, erläuterte Einsatzleiter Frank Stannek von der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Sie habe an 13 Tagen unterstützt von DRK, TWH und vielen Ehrenamtlichen insgesamt 95.000 Essen ausgegeben. Bis zu 120 Menschen hätten bis in die Nächte für die Küche gearbeitet.
Meister besuchte auch die historische St. Johanniskirche auf der Altstadtinsel in Hitzacker und die Elbstadt Bleckede. Er sprach mit Politikern und Einwohnern der betroffenen Regionen. Die Johanniskirche aus dem 13. Jahrhundert steht nur wenige Meter entfernt von der Hochwasserwand, die die Stadt vor den Fluten geschützt hat. Es sei eine Illusion, dass der Mensch die Gewalt der Natur beherrschen könne, sagte der Bischof. Das Hochwasser lehre auch ein bescheideneres und demütigeres Verhältnis zur Natur.
Die hannoversche Landeskirche beschäftigt sich seit längerem intensiv mit der Elbe im Hinblick auf den Ausgleich von Bewahrung und Bebauung. Im Mittelpunkt steht dabei die ethische Einschätzung zum Verhalten der Menschen an der Elbe im Zusammenhang mit der Schöpfung. (epd 7 Bild: Patrick Piel / epd-Bild)
Mehr über den Besuch im HochwassergebietAm Gespräch mit ausstiegswilligen Rechtsextremen festhalten
Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover setzt sich dafür ein, den Gesprächsfaden zu potenziell ausstiegswilligen Rechtsextremen nicht abreißen zu lassen. "Rechtsextreme Positionen kann man nicht tolerieren", sagte Meister am Mittwoch in Rotenburg bei Bremen. Gleichzeitig seien Gespräche wichtig, die Menschen zum Ausstieg aus der rechtsextremen Szene bewegen könnten. "Klar gegen die Grundposition, offen für Gespräche", fasste Meister zusammen.
Meister war Gast des Generalkonventes im Sprengel Stade, der jährlichen Vollversammlung der landeskirchlichen Pastorinnen und Pastoren im Elbe-Weser-Raum. Knapp 300 evangelische Theologinnen und Theologen beschäftigten sich bei dem Treffen in der Rotenburger Niedersachsenhalle mit dem Thema Religion und Toleranz. Der Geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, sagte dazu am Rande des Konventes, wo andersgläubigen Menschen das Existenzrecht abgesprochen werde, "ist die absolute Grenze der Toleranz erreicht". (epd - Bild: Sonja Domröse)
Bischof Meister gegen weitere Castoren in Gorleben
In der Atommüll-Debatte unterstützt der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover die niedersächsische Landesregierung bei ihrem Einsatz für das Endlager-Suchgesetz. Castor-Behälter mit atomaren Abfällen dürften künftig nicht mehr im niedersächsischen Gorleben zwischengelagert werden, sondern bundesweit bei den Kernkraftwerken, unterstrich Meister am Dienstag in Hannover: "Für die Standortsuche zur Endlagerung und die Zwischenlagerung der Castoren erwarten wir die Beteiligung und Solidarität aller Bundesländer."
An der Zwischenlagerung an Kernkraftwerken, die Teil des geplanten Gesetzes ist, scheiden sich die Geister. Die SPD-regierten Länder wollen dem Gesetz im Bundesrat nur zustimmen, wenn drei konkrete Standorte dafür benannt sind. Bisher haben sich aber nur Baden-Württemberg mit dem Atomkraftwerk Philippsburg und Schleswig-Holstein mit Brunsbüttel bereiterklärt, Castor-Behälter aufzunehmen. Einige Unions-regierte Länder haben eine Zwischenlagerung auf ihrem Gebiet abgelehnt. SPD-Politiker sehen das Gesetz daher auf der Kippe.
Bischof Meister sagte, er habe vor kurzem alle leitenden Theologen der Landeskirchen in Deutschland gebeten, sich dieses Themas anzunehmen und auf die jeweiligen Landesregierungen zuzugehen. In dieser Frage müsse national und nicht föderal gedacht werden. Meister ist Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. (epd)
Die Äußerung im WortlautBischof begrüßt Debatte um NS-Verstrickung von Ministerpräsident Kopf
Landesbischof Ralf Meister hat die Enthüllungen um die Nazi-Vergangenheit des ersten niedersächsischen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf (1893-1961) begrüßt. "Damit ist die Möglichkeit zu einer differenzierten Diskussion eröffnet, die schuldhaftes Verhalten benennt, das erlittene Leid der Opfer anerkennt und zur Aufarbeitung unserer Geschichte beiträgt", sagte er am Freitag in Hannover.
Meister lobte zugleich die Reaktion des heutigen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) auf die neue Kopf-Biografie der Autorin Teresa Nentwig. Weil hatte gesagt, Menschen seien zu herausragenden Leistungen ebenso fähig wie zu schuldhaftem Handeln. Der Landesbischof betonte, die politische Leistung Kopfs bleibe unbestritten. Meister ist auch Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Der SPD-Politiker Hinrich Wilhelm Kopf war der Gründungsvater des Landes Niedersachsen. Er führte die früheren Länder Hannover, Braunschweig, Oldenburg und Schaumburg-Lippe zu einem Bundesland zusammen. Von 1946 bis 1955 und von 1959 bis 1961 war er Ministerpräsident. Die Biografin Nentwig deckte auf, dass Kopf Ende der 1930er Jahre Miteigentümer einer Firma war, die enteignetes jüdisches Vermögen verkaufte. Nach dem deutschen Angriff auf Polen habe er das Vermögen geflohener Polen und Juden verwaltet und sich daran bereichert. (epd)
Das Buch von Teresa Nentwig über Hinrich Wilhelm KopfPredigten und Informationen
Tagung der Landessynode
Schreiben Sie Ihre Gedanken und Ihre Meinung dem Landesbischof
Art. 1,2 der Verfassung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers: "Diese Verantwortung" (der Kirche) …
Rolf Helwig , 27412 Tarmstedt
Sehr geehrter Herr Landesbischof Meister, als Religionslehrerin an der St-Ursula-Schule erlebe …
Ursula Schreiber, Rumannstr. 12, 30161 Hannover
Sehr geehrter Herr Landesbischof, die Stiftung St. Michael Stelle feiert am 20. November 2013 …
Stiftung St. Michael Stelle, 21435 Stelle
Pressemitteilungen
14. Juni 2013 Besuch in den Flutgebieten
Am Montag, dem 17. Juni, besucht Landesbischof Ralf Meister die von der Flut betroffenen Kirchenkreise der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Zusammen mit Propst Stephan Wichert-von Holten (Kirchenkreis…
11. Juni 2013 Zwischenlagerung der Castoren
Der Vorsitzende des Rates der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Landesbischof Ralf Meister (Hannover): "Wir unterstützen das im Bundesrat vorgetragene Anliegen der…
Der Landesbischof lädt Kirchenvorstände ein
Landesbischof Ralf Meister lädt die die Kirchenvorsteherinnnen und Kirchenvorsteher der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zu einem gemeinsamen Tag am 7. September in das Hannover Congress Centrum (HCC) ein. Die Mitglieder des Kirchenvorstands „verwalten und gestalten in engagierter Weise Kirche vor Ort. Dafür bin ich Ihnen von Herzen dankbar. Sie haben Leitungsverantwortung, für die wir Sie gerne ermutigen und stärken möchten,“ schreibt der Landesbischof an die etwa 12.000 Menschen, die in ihrer Kichengemeinde konkret Verantwortung übernommen haben.
Direkt zur Anmeldung für Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher