Medienecho

Landesbischof kritisiert Facebook

Der evangelische Landesbischof Ralf Meister (Hannover) hat die Vermarktungsstrategien von Facebook scharf kritisiert. "Das soziale Netzwerk ist kein unbedarfter Party-Talk, sondern ein Wirtschaftsunternehmen, das meine Interessen und Neigungen permanent vermarktet", sagte Meister der evangelischen Wochenzeitung "Der Sonntag" in Leipzig (Donnerstagsausgabe). Besonders problematisch seien die offenen Fragen des Datenschutzes und die kommerzielle Komponente dieser Kommunikation, die der Börsengang von Facebook klar und deutlich erkennen lasse.

Vor allem für Kinder und Jugendliche könne es richtig gefährlich werden, wenn sie nicht zwischen echten und falschen "Freunden" unterscheiden könnten, sagte Meister. Am Beispiel des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff würde auch die Gnadenlosigkeit des Mediums offensichtlich. "Es ist leider ein Kennzeichen dieser Medien, dass sich manche Nutzer darin völlig hemmungslos aufführen."

Sein Amtskollege, der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sieht in dem Netzwerk vor allem die Chance miteinander in Kontakt zu bleiben. "Für welche Form von Kommunikation Facebook sich eignet, lernt man, wenn man es selbst ausprobiert", sagte er dem Blatt. Und auch über die notwendigen gesetzlichen Regeln, etwa zum Datenschutz, könne man am besten dann diskutieren, wenn man die sozialen Netzwerke im Internet auch aus eigener Anschauung kenne.

"Als Kirche haben wir die Aufgabe, die gute Nachricht von der Liebe Gottes weiterzugeben", sagte Bedford-Strohm. Bei Facebook seien weltweit etwa 900 Millionen Menschen angemeldet. Die Stimmen von Christen und Kirchen sollten auch da nicht ungehört bleiben. (epd - die Originalseite aus "Der Sonntag" dazu in der Marginalspalte rechts unter "Aktuelles aus den Printmedien")

Welche Rolle spielen Werte und Religion in der digitalen Medienwelt?

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Darüber diskutierten Experten aus Kirche und Kultur am 18. Januar 2012 in Potsdam an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Landesbischof Ralf Meister plädierte dafür, dass sich Theologie und Kirche mehr mit den sinnstiftenden Angeboten der digitalen Medienwelt beschäftigen.

Die Kirche unterstütze die verantwortete Freiheit des Einzelnen, sagte Meister. Dafür sei jedoch mehr mediale Bildung notwendig. Medien könnten ein wirkungsvolles Instrument sein, um die Welt gerechter und friedlicher zu machen, wenn sie ethisch verantwortungsvoll genutzt würden, betonte Meister.

 
Die weitere Berichterstattung finden Sie in der Linkbox rechts

 

Premiere gelungen - Epiphaniasempfang 2012

David McAllister und Ralf Meister

Der Epi­pha­nias-Emp­fang der evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Lan­des­kir­che Han­no­ver ist im­mer et­was Be­son­de­res – auch für den Gast­ge­ber. Zu­mal wenn die­ser diese Auf­gabe erst­mals ü­ber­neh­men darf, wie ges­tern Lan­des­bi­schof Ralf Meis­ter: „Für mich ist es eine Pre­mie­re, wie auch für ei­nige der Gäs­te. An­dere wie­der­um, wie Mi­nis­ter­prä­si­dent Da­vid McAl­lis­ter, bli­cken stolz auf ihr zwei­tes Mal, und wie­der an­de­re, wie Abt Horst Hirsch­ler, sind schon viele Jahr­zehnte hier an­zu­tref­fen.“ So berichtet die Lokalzeitung „Die Harke“ über den ersten Epiphaniasempfang des Landesbischofs.

Dieser und weitere Berichte recht in der Marginalspalte rechts

Ralf Meister in der Evangelischen Zeitung

Evangelische Zeitung

Unser Kreuz hat keine Haken

In diesen Tagen sind viele Menschen erschrocken über das aktuelle Ausmaß rechtsextremistischer Gewalt in unserem Land. Ich teile diesen Schrecken und denke an die Menschen, die in diesem Zusammenhang Opfer des rechten Terrors geworden sind. Die Hintergründe und Verstrickungen, die dazu geführt haben, müssen in allen Bereichen konsequent aufgeklärt werden.

Zugleich müssen wir unsere präventiven Anstrengungen verstärken, um zu verhindern, dass sich rechtes Gedankengut und Gewalt weiter ausbreiten. Das ist eine Anfrage auch an die Kirche. „Unser Kreuz hat keine Haken“ ist das Motto eines Netzwerks gegen Rechts, das in unserer Landeskirche im Dezember 2010 gegründet wurde. Es steht wie das Gewaltpräventionsprojekt „Schritte gegen Tritte“ und wie das Schulungsprogramm „Jugendliche werden Friedensstifter“ für ein kontinuierliches Engagement von Christinnen und Christen gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Kultur und Religion.
Das christliche Menschenbild nimmt uns in die Verantwortung, jeden Menschen als Gottes Geschöpf und Ebenbild wahrzunehmen und für den Schutz seiner Würde einzutreten. Zugleich wissen wir darum, dass Menschen schuldig werden aneinander, dass sie versagen.

1945 musste die Evangelische Kirche im Rückblick auf ihre Haltung während des nationalsozialistischen Regimes bekennen: „Wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.“ Deshalb ist und bleibt es unsere Aufgabe, unsere Sinne gegenüber jeder Form von menschenverachtender Ideologie und Gewalt zu schärfen und uns an der friedensstiftenden Kraft des Evangeliums zu orientieren. Nicht nur in Tagen wie diesen.

Ralf Meister
Landesbischof
in Hannover
 

Besuch und Gespräche in Gorleben: Ende der Erkundungen in Gorleben gefordert

Gespräche im Wendland

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat einen Neuanfang bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Deutschland gefordert. Dazu gehöre auch, dass die Erkundungsarbeiten im Gorlebener Bergwerk gestoppt werden müssten, sagte Schneider nach einem Besuch des Salzstocks am Sonnabend. „Man braucht ein neues Konzept.“ Unterdessen demonstrierten im Landkreis Lüneburg sowie an mehreren anderen Orten in Niedersachsen mehrere hundert Atomkraft-Gegner gegen den geplanten Castor-Transport am 24. November. Bundesweit protestierten rund 6.000 Menschen.

Weitere Informationen und Berichte dazu in der Linkbox auf der rechten Seite

Landesbischof zum ersten Mal Gast bei Talkshow „Tacheles“

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In der letzten Ausgabe der Fernsehsendung „Tacheles - Talk am roten Tisch“ hat erstmalig auch Ralf Meister in der Gesprächsrunde Platz genommen. Gemeinsam mit Politikern, Religionskritikern und Moderator Jan Dieckmann diskutierte der Landesbischof in der Marktkirche Hannover über die Notwendigkeit der Kirche und die Existenz von Gott.

„Wie viel Kirche braucht das Land?“ hieß das Thema der TV-Gesprächsrunde, die am 16.10.2011 auf Phoenix zu sehen war. In der Mediathek von tacheles.tv stehen jetzt einige Ausschnitte zu brisanten Fragen des Abends.

Und so berichtet das „Christliche Medienmagazin pro“ über den Talk

Religionen distanzieren sich von Krieg und Terror

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Vertreter von fünf Weltreligionen haben am Sonntag in Hannover im Gedenken an die Terroranschläge vom 11. September vor zehn Jahren zum Frieden aufgerufen. Der muslimische Sprecher des „Rates der Religionen“ in der Stadt, Hilal Al-Fahad, wandte sich strikt gegen jede Form von Krieg und Terror: „Es gibt keinen heiligen Krieg, keinen gerechten Krieg, keinen anständigen Krieg“, betonte er bei der Feier.

Terrorismus könne durch keine Religion gerechtfertigt werden. „Terrorismus ist und bleibt menschenverachtend und widerspricht den Geboten des Schöpfers allen Seins“, sagte der aus dem Irak stammende A-Fahad.

Für die Christen zitierte der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann die biblischen Seligpreisungen, in denen Jesus die Friedfertigen und Sanftmütigen hervorhebt. Jesu Friedensbotschaft liege "quer zu allen scheinbar so wichtigen Ordnungen des Erfolges und der Macht". Sie stelle alle Regeln infrage, mit denen die Welt bis heute beherrscht werde.

Neben Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus und einer Vertreterin der Baha'i-Religion beteiligten sich an den insgesamt zwölf Voten auch der religionskritische Humanistische Bund und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD). Nach jedem Beitrag stellte jeweils ein Kind eine Blume in eine große, in der Mitte stehende Blumenvase. Zum Abschluss der Feier vor dem Neuen Rathaus tauschten die Besucher Friedenszeichen aus.

epd

Bischof Meister warnt vor reflexhaften politischen Äußerungen der Kirche

Interviw Meister

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hält wenig von zu reflexhaften politischen Äußerungen von Kirchenvertretern. „Ein Bischof sollte nicht politisieren, nur weil er sich am Frühstückstisch beim Aufschlagen der Zeitung geärgert hat“, sagte Meister der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Gleichwohl könne gut reflektierte Theologie auch eine scharfe Waffe sein, etwa mit der bleibend aktuellen Forderung nach einer gerechten Gesellschaft.

„Meine Weihnachtspredigten sind unpolitisch - Sie hören da in der Regel keine Forderung nach Erhöhung der Hartz-IV-Sätze“, sagte der Bischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland der Zeitung. Seine Vorgängerin im Bischofsamt, Margot Käßmann, hatte mit politischen Äußerungen unter anderem zum Afghanistankrieg ein großes Echo erlangt. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erntete dabei neben Zustimmung auch heftige Kritik.

Allerdings sei die Frage nach politischen Positionen auch ein Reflex der Medien, erläuterte Meister. Journalisten sagten ihm, wenn er nichts Politisches einbringe, würden sie nicht berichten. Es entspreche aber nicht dem Auftrag der Kirche, in erster Linie Gesellschaftspolitik zu machen. Die Kirche lebe auf einem religiösen Fundament, dem sie äußere Form gebe. „Das kann übrigens auch zu einer scharfen politischen Attacke führen.“

Meister warnte vor einer Verflachung von Glaubensinhalten. „Es wird vom Fußballgott und ähnlichen Gestalten geredet - aber, das hat doch mit Gott nichts zu tun.“ Die Kirchen müssten deutlich machen, worin echte Frömmigkeit besteht. Auch einer Spiritualität, die nur auf Selbsterfüllung und das eigene Wohlbefinden zielt, erteilte der Bischof eine Absage. „Spiritualität darf nicht als Freiheit verstanden werden, sich der Vernunft der Welt zu entziehen.“
                                                                                                                                                                                                                                                                                                epd

Landesbischof Meister sieht Energieversorgung als Herausforderung der Zukunft

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sieht in der weltweiten Energieversorgung eine der größten technischen, sozialen, ökologischen und politischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Ein großer Teil der Weltbevölkerung habe bereits keinen Zugang zu finanzierbarer Energie und zu Wasser, sagte Meister bei einer Diskussion zu Ethik und Verantwortung im Ingenieurberuf am Samstagabend in Loccum bei Nienburg. Nur der sparsame Umgang mit Ressourcen schaffe Gerechtigkeit und ermögliche späteren Generationen eine Zukunft.

„Es ist ethisch inakzeptabel, dass Verursacher und Leidtragende des hohen Energieverbrauchs nicht identisch sind“, sagte der evangelische Bischof dem epd. Energie- und Wasserarmut führe in manchen Teilen der Welt zu Arbeitslosigkeit, Hunger, Krankheit und bitterer Not. Die steigenden Ernährungspreise hingen mit den steigenden Energiepreisen zusammen.

Aus christlicher Sicht müsse Technik dem Leben dienen, sagte der Bischof in seinem Impulsreferat zu den „Loccumer Gesprächen“. Die natürlichen Lebensgrundlagen dürften nur soweit verbraucht werden, dass sie künftigen Generationen weiter zu Verfügung stehen. „Der Mensch ist Kreatur und nicht Kreator.“ Weil Menschen Fehler machten, gehöre es zur technischen Vernunft, alle Entwicklungen beherrschbar und korrekturfähig zu halten. Dies müsse etwa bei der Diskussion um die Lagerung von Atommüll im Salzstock Gorleben und an anderen Orten beachtet werden.

Die Reihe „Loccumer Gespräche“ wird vom Kloster und der Akademie Loccum gemeinsam mit der Hanns-Lilje-Stiftung veranstaltet. Darüber, wie sich Ökologie, Ökonomie und technischer Fortschritt miteinander in Einklang bringen lassen, diskutierten der Vorsitzende der E.ON-Geschäftsführung Hannover, Bernhard Fischer, und der verantwortlicher Manager für die Öffentlichkeitsarbeit des Mineralölkonzerns ExxonMobil in Europa, Heinrich Herm Stapelberg, mit dem Biologen und Physiker Ernst Ulrich von Weizsäcker. Die Diskussion wird am 30. August ab 20.30 Uhr bei NDR-Info ausgestrahlt.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             epd

Künftiger Bischof Meister hält Kernkraft-Risiken für unkalkulierbar

Interview Ralf Meister Chefredakteure

Der künftige hannoversche Landesbischof Ralf Meister sieht es als Aufgabe der Kirche an, immer wieder auf die Gefahren der Atomkraft hinzuweisen. "Seitdem wir Kernkraftwerke bauen, ist ein nicht kalkulierbares Risiko geblieben, das zur Vernichtung von Menschenleben und Lebensräumen führen kann", sagte Meister in einem Interview, das die "Neuen Osnabrücker Zeitung" am 21. März veröffentlichte.

Neben dem Interview in der Neuen Osnabrücker Zeitung hat der zukünftige Landesbischof auch der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und BILD Interviews gegeben. So weit die Zeitungen uns die Rechte einräumen, dies auf dieser Internetseite vorzustellen, bieten wir die Interviews gern an und bedanken uns dafür herzlich.

Schon einige Tage zuvor befragten der Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen, Tobias Glawion, der Chefredakteur der Evangelischen Zeitung, Michael Eberstein, und der stellvertretende Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes Niedersachsen-Bremen, Michael Grau, den zukünftigen Landesbischof (Bild).

Irgendwie hat Gott seine Finger im Spiel

Wann Gott in seinem Leben die Finger im Spiel hatte, hat der zukünftige Landesbischof nicht nur im Interview für das Magazin „Willkommen“ verraten, sondern auch im Gespräch mit dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) für die privaten Hörfunksender in Niedersachsen Hit-Radio Antenne Niedersachsen und Radio ffn. Über die Anfänge in Hannover redet er auch auf dem Sofa des Bürger-Fensehsenders h1 - Fernsehen aus Hannover mit „Frau Berger“ nach.

„Freude“ - Die Predigt aus dem Einführungsgottesdienst

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Die Predigt von Ralf Meister aus dem EInführungsgottesdienst am 26. März ist einen Monat danach als Geschenkbuch mit vielen Bildern erhältlich. Das neue Buch aus der Reihe „Geschenkbücher“ des Lutherischen Verlagshauses (LVH) erscheint mit 24 Seiten in der Woche nach Ostern

„Mein Patenkind begleiten“ - Das neue Buch von Ralf Meister

Titelbild Mein patenkind begleiten

Mit zahlreichen weiteren Autoren erläutert der Landesbischof die historische, aber auch auch die gegenwärtige Bedeutung des Patenamtes. Dazu finden sich allerhand Tipps, wie ein Patenamt gelebt werden kann.

Und hier können Sie die Bücher von Ralf Meister bestellen

Sandra Wisch

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